Automatische Wiedergabe in Windows 7

Ich habe ein neues Notebook. Ein HP EliteBook 8540w. So ein neues Dings ist superschnell, bringt aber jede Menge Arbeit und Ärger mit sich. Kauft euch kein neues Notebook. Kauft euch Antifaltencreme! Und Sonnenspray.

Windows 7 ist zickig. Es will das Denken für mich übernehmen, ist aber dazu aufgrund hormoneller Schwankungen (weil zickig) gar nicht in der Lage. Ich denke ja ab und zu ganz gern auch selbst.
Konkretes Problem: Windows registriert nur gewisse Programme für die „Einstellungen für automatische Wiedergabe“ verschiedener Medien und Medientypen – und es gibt auch keinen vorgesehenen und offiziellen Weg, ein Programm zur Liste mit den vorgeschlagenen Programmen hinzuzufügen. Wenn ein Programm beim Setup verabsäumt, sich bei Windows 7 als patenter Kandidat vorzustellen, dann war’s das.

Schließt man zB einen Cardreader an oder steckt eine Speicherkarte in den internen Cardreader, öffnet Windows 7 ein Fenster und fragt, was man denn nun als nächstes tun will. (Man kann das auch standardmäßig unter „Einstellungen für automatische Wiedergabe“ definieren.) Wenn sich Windows nun weigert, ein gerade installiertes Programm in diese Liste der Programme aufzunehmen, oder in die „Standardprogramme“, dann kann man in der Registrierung rumsuchen, bis man HKEY-CURRENTUSER-murmelnd von den Männern in weiß abgeholt wird – oder aber man lädt sich ein kleines, feines Gratis-Tool runter: Den DefaultProgramsEditor.

Im Fall eines von Win7 verweigerten Cam2PC-Downloaders („Herunterladen der Bilder mit cam2pc“, was unter WindowsXP nie ein Problem war und immer sehr elegant funktionierte, samt benutzerdefinierter Ordneranlage und Drehung lt.Exif, völlig automatisch und im Hintergrund, versteht sich) sieht der Vorgang so aus:

Den vorher genannten Editor öffnen (erfordert keine Installation, nur eine Extraktion der exe-Datei aus der Zip-Datei).
„Autoplay-Settings“ auswählen.
Als Media-Type „Pictures“ auswählen.
Findet man in der nun angezeigten Liste der Autoplay-Handler die gewünschte Option „download with cam2pc“ NICHT (was wahrscheinlich ist), dann klickt man rechts unten auf „Add“.
Unter „action name“ den gewünschten Namen eingeben (zB „Download“ – oder auch „Eierbär“).
Für den cam2pc-Downloader lautet der Programmlink:
„C:\Program Files (x86)\cam2pc\cam2pc.exe“ /transfer %L  (Wofür %L steht, fragt ihr bitte bei Gelegenheit jemand anderen.)
„Infer program name from program“ und „Infer icon from program“ anhaken.
Fertigstellen und speichern.
Die gewünschte Anwendung (bzw. Sub-Anwendung) ist jetzt sowohl in der Programmliste verfügbar als auch als Standardvorgang für Speichersticks mit Bildern gesetzt. Bilder auf externen Festplatten betrifft das nicht, wie ein Test bestätigt hat.

Den Tipp für das kleine Programm hab ich aus den 7tutorials.

Ja, ich bin selber auch zickig und möchte es halt so, wie ich es eben möchte. Hartnäckig und tränenverschmiert kämpfe ich bis zum Tod bzw. Schlaf. Warum will ich das denn auch? Windows 7 hat doch so einen tollen integrierten Downloader?
Jaja, eh. Ich bin aber kein Freund von 3komma4 vorgegebenen (und damit auf 3komma4 eingeschränkte) Möglichkeiten, und meine seit Jahren gleiche Struktur zur Benennung meiner Fotoordner war im integrierten Downloader eben einfach nicht dabei. Warum? Weil man den durchschnittlichen Mensch nicht mit Platzhaltern überfordern darf. Wer versteht schon .\%Y%m\%yyyy%mm%dd? Ah eh alle? Na dann…

Ich hab so ein Gefühl, dass ich das kleine Tool noch öfter brauchen werde.

(so auch in der Pfanne erschienen: http://etosha.weblog.co.at/?p=1832)