Mail-Vorlagen im Outlook

Vereinfachungen für den Arbeitsalltag auch einfach gestalten, sodass sie diese Bezeichnung verdienen – kann Microsoft nicht.

Muss man ein- und dasselbe Mail immer wieder senden, etwa den immerselben Text an den Kunden mit den immerselben AGB und einer aktuellen Rechnung, könnte man der irrsinnigen Idee verfallen, eine Vorlage im Outlook zu basteln. Man erhofft sich davon Vereinfachung gegenüber der bisher gewählten Vorgangsweise:

Gesendet-Ordner nach der letzten derartigen Mail durchforsten,
diese doppelklicken
Nachricht
Aktionen
„Diese Nachricht erneut senden“

Klick-Counter: 5 + die nötigen Scrollkilometer

Das Erstellen einer Vorlage funktioniert relativ einfach:

Nachricht erstellen
Anhänge definieren
Datei
Speichern unter
Dateityp „Outlook-Vorlage“

(Vorlagen-Ordner wird automatisch vorgegeben, *.oft-Datei)
Name eingeben.

(Tipp: Die Signatur, wenn sie standardmäßig angehängt wird, in der Vorlage nicht mitspeichern (also vorm Speichern weglöschen!), sonst ist sie bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Vorlage als neue Mail doppelt.)

Das Erstellen einer vorlagenbasierten Mail hingegen ist nur für psychisch stabile Menschen empfohlen:

Start
Neue Elemente
Weitere Elemente
Formular auswählen…

ein Fenster erscheint
Dropdown klicken
„Vorlagen im Dateisystem“ auswählen

(steht standardmäßig auf „Bibliothek für Standardformulare“)
gewünschte Vorlage doppelklicken.

Klick-Counter: 7 in Worten: siiieben!???

Die Userin der Marke „Alles-Anpassen-Woller“ fragt sich da: Wtf? Komplizierter gehts nicht?

(Sie versucht vielleicht zu vereinfachen, etwa indem sie die Vorlagen direkt ins Outlook-Menüband einzubinden wünscht, sodass sie nur einen Klick auf die gewünschte Vorlage braucht. Sie wird aber nicht fündig, weil sie, wenn sie das Dropdownfeld in „Menüband anpassen“-„Befehle auswählen“ öffnet, unter 25 jäh herauspurzelnden Unterkategorien begraben wird.
Unter „alle Befehle“ und V wie Vorlage findet sie unter anderem „Viele Details anzeigen“ – ja, das merkt sie bereits deutlich, das Auge tränt schon – aber nix mit Vorlagen. Unter N gibts – erraten „Neue Elemente“ – siehe oben beschriebene 7 Klicks; „Neues Mail von Vorlage“ sucht sie vergebens.
Sie schließt nicht aus, dass es die Option gibt. Sie schließt aber aus, dass sie auffindbar ist.)


Gewählter Workaround:
Eine Verknüpfung zur *.oft-Datei erstellen und diese auf den Desktop legen (oder sonstwohin, wo man sie leicht wiederfindet).
Will man die Vorlage benutzen: Doppelklick auf die Verknüpfung – neue Mail auf Basis der Vorlage wird geöffnet.
Klick-Counter: 2

Das führt man natürlich nicht durch, indem man versucht, sich den neunschwänzigen Dateipfad zur Outlook-Vorlagendatei einzuprägen und sodann im Explorer zu testen, wieviel man sich gemerkt hat.

Im Outlook nochmal:
Datei
Speichern unter
Dateityp „Outlook-Vorlage“

Die eben erstellte Vorlagedatei erscheint im Standard-Vorlagen-Ordner.
Rechtsklick auf die Datei, Senden an – Desktop (Verknüpfung erstellen).

[Man kann sich freilich auch den neunschwänzigen Dateipfad im Speichern-Unter-Fenster kopieren und im Explorer öffnen:

Rechtsklick auf die Adresszeile
Adresse kopieren
Windows-Start-Button klicken
ins Suchfeld einfügen und mit Enter bestätigen

{Warum es in Windows-Adresszeilen-Kontextmenüs immer noch nicht versionsübergreifend ein „in Explorer öffnen“ gibt? Oder bei Rechtsklick auf die Datei? Man weiß es nicht. Es wäre vermutlich zu einfach.}]

In der Zeit, die mich der gesamte Eruier-, Erstell- und Frustvorgang sowie das Schreiben dieses Artikels gekostet hat, hätte ich genau noch 7,33 Jahre lang meine wiederkehrenden Mails auf die gute alte Art erstellen können. Aber man will ja die softwareseitig angebotenen Erleichterungen auch nutzen, nicht wahr?

Usability-Exkurs:
In den „neuen“ Office-Versionen ist ja generell alles einen Klick weiter entfernt als bisher. Und mehr: Die „Symbolleiste für den Schnellzugriff“ zu bearbeiten bedeutet seit 2007, die gewünschte Symbol-Reihenfolge über zwei Pfeil-Schaltflächen ▲ ▼ festzulegen – und zwar ausschließlich. Drag&Drop? Nicht nötig. Mehrfachauswahl? Nicht nötig. Hättest du das letzte von 20 Symbolen gerne ganz oben, klickst du eben 19mal ▲. Willkommen im 21. Jahrhundert!

iMessages und SMS aus dem iPhone in Windows sichern (und Musik)

Das geht! Und zwar mit CopyTrans, konkret mit dem „Untertool“ CopyTrans Contacts.
Es speichert die Nachrichten wahlweise in diversen Tabellenformaten, Textformaten, Excel oder aber in wunderbar anzuschauender Manier als html. Ein flinkes, einfaches Tool, mit dem man schafft, worüber sich der Rest der Windows-Nutzer eventuell den Kopf zerbricht. Außerdem kann man, wie der Name schon sagt, natürlich damit die Kontakte sichern und auch bearbeiten. Kostenpunkt: € 14,99.

Mit dem „Übertool“ CopyTrans selbst lassen sich alle Daten vom iPhone sichern, u.a. auch die Musik, Podcasts, etc.

Ein 4er-Kombipack der CopyTrans-Software (CopyTrans, CopyTrans Contacts, -Photo und -TuneSwift) gibt es derzeit im CopyTrans-Store für € 29,96.

Chrome-Symbolleiste nach Update aufgeblasen?

Falls da draußen noch jemand das Problem hat, dass plötzlich im Chrome-Browser unter Windows 7 die Symbole auf der Lesezeichen-Symbolleiste größer sind als sonst, unscharf und viel mehr Platz als bisher beanspruchen – dieser Trick hat bei mir geholfen. Offenbar passiert das nach einem Update, was man bei Chrome ja nicht mitzukriegen pflegt, da die Updates im Hintergrund ablaufen. Und es passiert gerne in Kombination mit einer 19..-er-Auflösung auf Notebooks.

In den Eigenschaften des Chrome-Symbols, das du zum Starten des Browsers benutzt (im Startmenü oder einer Quickstart-Leiste) folgendes hinter dem Dateipfad hinzufügen:

/high-dpi-support=1 /force-device-scale-factor=1

Also Rechtsklick auf das Chrome-Symbol – Eigenschaften – und im Feld „Ziel“ hinter dem Zielpfad (zB „C:\Program Files (x86)\Google\Chrome\Application\chrome.exe“ (oder so ähnlich)) den obigen Code hinzufügen. Viel Glück!

ACDSee 7 und der voreingestellte Ordner

Was tun, wenn ACDSee unter Win7 Pro 64bit beim Start meldet „Die Ordner der vorherigen Sitzung sind nicht verfügbar“ (oder „Der Ordner der vorherigen Sitzung ist nicht verfügbar“) – und das Programm dann schlicht und ergreifend nicht startet?

ACDSee ist extrem doof. Wenn in den Optionen unter „Verwaltungsmodus“ als Standard-Startordner „Gespeichert von letzter Sitzung“ eingestellt war (und ist), und man außerhalb von ACDSee, quasi unterm Hintern desselben, zB im Explorer, diesen zuletzt verwendeten Ordner löscht oder verschiebt, dann startet es einfach nicht mehr, weil es den Ordner, in dem es starten soll, nicht mehr findet und das ja eine völlig absurde Situation ist, die kein Programmierer jemals voraussehen konnte. Wer löscht schon ganze Ordner, und dann auch noch außerhalb von ACDSee? Gibt es überhaupt eine Welt außerhalb von ACDSee?

Es ist leider kein Workaround, ein völlig anderes, nachweislich noch vorhandenes Bild von extern doppelzuklicken und somit in die ACDSee-Schnellanzeige zu holen, um es dann nochmal doppelzuklicken, damit sich die komplette Anwendung von diesem Bild aus (und damit dessen Ordner aus) startet. Man sollte meinen, dass es daraufhin mit dem Ordner starten sollte, in dem dieses völlig andere Bild liegt – aber Fehlanzeige! Die dämliche Meldung kommt trotzdem, und ACDSee startet nicht.

Es geht aber so:
Das Foto im Explorer rechtsklicken und „Mit ACDSee Pro 7 entwickeln“ klicken. Vom Entwickeln-Fenster aus kommt man an die ACDSee-Menüs zwar leider nicht ran, aber es ist nur scheinbar eine Sackgasse. Das Entwickeln-Fenster mit Escape oder „Abbrechen“-Klick schließen. Falls dann nur ein Vollbild des Fotos angezeigt wird, Rechtsklick und „Vollbild beenden“ klicken oder einfach F drücken. Et Voilà, im vorhandenen Halb-Vollbild-Zustand (dem mit dem Diastreifen unten) hat man auch Zugriff auf die ACDSee-Programm-Menüs und damit auch auf das „Extras – Optionen“-Menü.

Dort unter „Verwaltungsmodus“ das verwunschene Häkchen bei „Gespeichert von letzter Sitzung“ für immer entfernen (Funktion offensichtlich extrem buggy und daher unbenutzbar). Stattdessen einen beliebigen, fixen Startordner eintragen.

Danach sollte ACDSee sich wieder normal starten lassen. Wenn man das dann noch möchte.

Ausbleibende Push-Benachrichtigungen in Tweetbot 3

Hat man vor Tweetbot3 am iphone eine andere Twitter-App benutzt, gibt es eventuell Probleme bei den Push-Benachrichtigungen. Obwohl alles richtig eingestellt ist, sowohl in den Mitteilungseinstellungen als auch in den Settings des Tweetbot selbst, kommen einfach keine Benachrichtigungen daher.

Abhilfe: Den im iOS hinterlegten Twitter-Account löschen (Einstellungen – Twitter – Account – löschen. Das löscht natürlich nur die Accountinformationen im iOS, nicht den Account selbst).
Tweetbot3-App löschen und aus dem App-Store neu herunterladen (resp. aus der Cloud, kostet natürlich nicht nochmal). Accountinformationen beim App-Start eintippseln – und schon zwitscherts wieder.

Chrome_elf.dll und Chrome Erweiterungen

Da staunte ich nicht schlecht: Zweimal in einer Woche gibt mir Chrome, der Google-Browser, harte Zeiten.

Erstes Problem: Ich erhielt beim Chrome-Start die Meldung „Kann nicht gestartet werden, da chrome_elf.dll fehlt“. Es stellte sich heraus, dass mein Emsisoft Anti-Malware die Datei in Quarantäne genommen hatte (offenbar nach einem Chrome-Update, man kriegt davon ja nicht wirklich was mit).
Man kriegt einen wieder arbeitswilligen Browser, indem man die chrome_elf.dll händisch aus der Emsisoft-Quarantäne entfernt und hernach den Browser neu installiert; eine Deinstallation war dabei in meinem Fall nicht notwendig. An einer Diskussion zu dem Thema nahm ich hier teil.


Zweites Problem: Chrome eröffnet mir, dass alle Erweiterungen, die ich mutmaßlich nicht freiwillig und unter Vollbesitz meiner geistigen Kräfte installiert habe, jetzt von Chrome deaktiviert wurden. Ein kurzer Check ergibt: Sie können auch nicht mehr reaktiviert werden, das Feld dafür ist einfach ausgegraut. Es gibt keine Option „Trotzdem behalten, ich bin ja nicht doof“.

Insbesondere betraf das in meinem Fall 1Password, das wunderbare Passwort-Verwaltungstool mit der lieblichen Browser-Erweiterung, die jedes Login zum Kinderspiel macht – selbst auf FinanzOnline, wo man bei dreimaligem Fehlversuch mit der Sperrung des Kontos belohnt wird.
Man erhält eine wieder arbeitswillige 1Password-Chrome-Erweiterung, indem man erstmal die Erweiterung im Chrome-Erweiterungen-Menü löscht und hernach aus dem Chrome-Store die für die Chrome-Policy „gültige“ Version aus dem Store installiert. Eine Diskussion des Themas gibt es hier. Dort steht auch, dass man auf die Versionsnummer aufpassen muss, und tatsächlich gibt es im Chrome-Store mehrere Versionen der Erweiterung. Wenn die Hauptanwendung eine Versionsnummer 1 hat, braucht man die Erweiterung mit Nummer 3. Ist die Hauptanwendung eine Beta mit Versionsnummer 4…, will man die Erweiterung mit der Nummer 4.
Man erfährt die Versionsnummer der Erweiterung vor dem Download im Store, indem man die Erweiterung erstmal anklickt und dann in den Beschreibungen auf den Reiter „Details“ klickt.

Gern geschehen!

Wenn Firefox trotzdem fragt

und warnt, dass mehrere Tabs geschlossen werden sollen, wenn man mit Rechtsklick auf einen Tab „Andere Tabs schließen“ klickt, obwohl in den FF-Einstellungen kein Häkchen gesetzt ist bei „Warnen, wenn mehrere Tabs geschlossen werden“, muss man händisch ran und in about:config den Wert „browser.tabs.warnOnCloseOtherTabs“ auf false setzen. Dann klappts auch mitm Klappe halten.

1Password-Toolbar und Firefox-Updates

Wenn nach einem Firefox-Update das 1Password-Icon verschwunden ist, und sich auch nicht in der Liste findet, die man mit Rechtsklick auf die Symbolleiste und „Anpassen“ erhält, muss man 1P in den AddOns vorübergehend deaktivieren (about:addons), evtl. Firefox neu starten (nicht getestet, ob’s auch ohne geht) und dann dass AddOn wieder aktivieren. Schwupps ist auch das Schlüsselchen-Icon wieder da, wo es hingehört.

Backup, Total Commander und „Anwendungsdaten“ ad infinitum

Wer wie ich nur jenem Backup traut, das er selbst vermurkst hat, und das am liebsten mit Total Commander tut, hat vielleicht irgendwann das Problem, dass die windows-internen Junctions, also die mehrfach in sich verlinkten Verlinkungen von Ordnern wie „Anwendungsdaten“ bei der Synchronisation zu Lesefehlern führen – weil sich die Pfade so einschnecken, dass sie dann so aussehen:
c:\users\appdata\local\Anwendungsdaten\Anwendungsdaten\Anwendungsdaten\Anwendungsdaten\Anwendungsdaten\Anwendungsdaten\Anwendungsdaten\Anwendungsdaten\Anwendungsdaten\Anwendungsdaten\…

Man schafft Abhilfe, indem man ein paar gezielte Links in die TC-eigene Ignorierliste einträgt (Einstellungen – ein Punkt ziemlich weit unten in der Liste).
Bei mir half die folgende Kombination:

d:\users\BENUTZER1\appdata\local\anwendungsdaten\
d:\users\BENUTZER1\lokale einstellungen\anwendungsdaten\anwendungsdaten
d:\benutzer\BENUTZER1\lokale einstellungen\anwendungsdaten\anwendungsdaten

Damit werden die Verzeichnisse und darin verlinkte junctions nicht bis zum Erbrechen eingelesen.